Person:
Ada Ben Me'ir, geb. Renate Warendorff
Ada (früher: Renate) wird in Köln geboren. Sie wohnt mit ihrer Familie im Haus Lindenstraße 19 und besucht die jüdische Volksschule in der Lützowstraße. Ihr Vater stirbt bereits 1934 an einer schweren Krankheit. Kurz darauf müssen Ada und ihre Mutter die Wohnung verlassen, weil sie Juden sind und wohnen nun bei Verwandten. Ab 1935 besucht Ada das jüdische Gymnasium Jawne. 1939 gelangt sie, durch einen von Direktor Erich Klibansky organisierten „Kindertransport“, mit ihrer Klasse nach England. Die Schülerinnen leben zunächst in einem Hostel in Manchester. Während der Bombardierungen durch die Deutschen werden sie an wechselnde Orte evakuiert. Durch ihren Kontakt zur zionistischen Bewegung befindet sich Ada im Juli 1947 auf dem berühmt gewordenen Schiff „Exodus 1947“ nach Palästina.
Die Passagiere, zum größten Teil Überlebende des Holocaust, werden von britischen Soldaten gewaltsam an der Einreise gehindert und von Haifa nach Hamburg deportiert. Bei einem zweiten Versuch gelingt es Ada schließlich, illegal nach Palästina einzureisen. Dort lebt sie in unterschiedlichen Kibbuzim, seit 1956 im Kibbuz Schluchot im Norden Israels. Ada war zweimal verheiratet und ist Mutter von drei Kindern.
Ihre Mutter Meta Warendorff wurde in Amsterdam verhaftet und am 02. Juli 1943 im Vernichtungslager Sobibor ermordet.